Als Mama mit der Lampe sprach – 23jährige berichtet über ihr Aufwachsen mit einer an Schizophrenie erkrankten Mutter

watson vom 19.06.2021: Wenn wir klein sind, bitten wir unsere Eltern um Rat. Wir lassen uns von ihnen die Welt erklären, löchern sie mit Warum-Fragen. Doch an was soll man sich halten, wenn die eigene Mutter mit unsichtbaren Menschen streitet und an einen Spion in der Deckenlampe glaubt? Nilüfer Türkmen hat das erlebt.

Die 23-Jährige wuchs nach dem Tod ihres Vaters bei ihrer schizophrenen Mutter in Bremen auf. Eine Kindheit, die voller Liebe, aber auch dunkler Gestalten war, die nur ihre Mama sehen konnte. Schizophrenie äußert sich sehr unterschiedlich, kann aber mit Paranoia, Stimmenhören und Antriebsschwäche einhergehen. Laut Schätzungen von Neurologen betrifft die Krankheit 25 von 10.000 Deutschen.

Für Kinder psychisch kranker Eltern beginnt das Erwachsensein oft verfrüht. Viele übernehmen die Verantwortung für ihre Familie, leiden mit ihren Eltern mit – auch Nilüfer, die über ihre Kindheit ein Buch schrieb, ging es lange Zeit so. Bei watson berichtet sie, wie der Alltag bei ihr zu Hause aussah, warum sie deshalb heute noch ungern schwimmen geht und wie sie sich aus der Welt ihrer Mutter lösen könnte.

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Es war für mich die schwerste Lektion von allen, zu begreifen, dass ich mich auch um mein Leben kümmern muss. Ich hatte anfangs ein sehr schlechtes Gewissen, aber ich musste mein eigenes Leben in die Hand nehmen.

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Beitrag vollständig lesen, Julia Dombrowsky in watson vom 19.06.2021: 23-Jährige berichtet aus ihrer Kindheit: „Meine Mutter war schizophren“

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Zum Interview und Kurzfilm mit Nilüfer Türkmen in buten un binnen vom 01.08.2021

Kurzer Dokumentarfilm Mai 2021