Ansätze zur Überwindung von Einsamkeit – sich einsam fühlen macht krank

Eine einzigartige landesweite Untersuchung der britischen Regierung aus dem Jahre 2020 hat gezeigt, wie ernst das Problem der Einsamkeit nicht nur für ältere Menschen ist und welche Auswirkungen es auf das Leben derjenigen hat, die einsam sind. Es betrifft ihre Gesundheit, das Wohlbefinden, das Selbstwertgefühl der Menschen und ihre Produktivität.

Einsamkeit wird in der oben genannten Untersuchung als subjektives und unerwünschtes Gefühl definiert, das aus einer Diskrepanz in der Qualität und Quantität sozialer Beziehungen, die wir haben und jenen, die wir wünschen, resultiert. Darin ist natürlich nicht die Einsamkeit eingeschlossen, die wir aktive suchen, wenn wir allein die Natur genießen wollen oder uns für eine künstlerische oder handwerkliche Arbeit von anderen Menschen zurückziehen.

In ihrem aktuellen Artikel betrachtet die Deutsche Gesellschaft für Positive Psychologie einige Aspekte näher, die besonders aus der Sicht der Positiven Psychologie von besonderem Interesse sind und gibt Anregungen, wie man praktisch der Einsamkeit begegnen kann:

  1. Soziale Kontakte zielgerichtet ausbauen
  2. Physische Aktivität
  3. Anteil nehmen an der Welt um einen herum
  4. Interessen weiter ausbauen, Neues Lernen
  5. Andere unterstützen, etwas geben

Artikel „Einsamkeit und Psychologie“ der DGPP vollständig lesen

Um der Einsamkeit, die mit massiven Folgen für Menschen einhergeht, zu begegnen, hat Großbritannien bereits 2018 ein „Ministerium für Einsamkeit“ eingerichtet. Vielleicht wäre „Ministerium für Verbundenheit“ der noch passendere Titel gewesen. Spannend ist, dass auch pflegende Angehörige in Großbritannien als eine wichtige Gruppe explizit genannt werden, die es zu unterstützen gilt, da sie sich häufig einsam fühlen.

Artikel „Großbritannien hat zukünftig ein Ministerium für Einsamkeit“ im Spiegel vom 17.01.2017