Mit Naturgeräuschen die Gesundheit fördern

Dass der Aufenthalt in der Natur der mentalen und körperlichen Gesundheit zuträglich ist, ist allgemein bekannt. Jetzt haben sich Wissenschaftlicher in einer Metaanlyse von 36 Studien damit beschäftigt, wie Naturgeräusche zum gesundheitlichen Nutzen unsere Gesundheit positiv beeinflussen. Sie kamen zum Ergebnis, dass sich vor allem Vogelstimmen dafür eignen, Stress und Ärger abzubauen und Wassergeräusche sich positiv auf den Blutdruck, die Schmerzempfindlichkeit und Schlafstörungen auswirken sowie angenehme Emotionen fördern. Also: Ab in die Natur oder zumindest den Stadtpark, wenn dieser nicht überfüllt ist. Wenn das nicht geht: Zumindest öfter Naturgeräusche vom Band hören. Einige Zahnärzte setzen bereits das Plätschern von Wasser zur Schmerzreduktion ein.

Eine Erklärung für diese Wirkung könnte sich aus der Evolution heraus ergeben: Natürliche akustische Umgebungen liefern Signale für Sicherheit oder eine geordnete Welt ohne Gefahr. Dadurch können Menschen besser mental entspannen. Ein klares Plädoyer für mehr Natur in den Städten und eine Reduzierung von künstlichen Geräuschen.

Zur Metastudie „A synthesis of health benefits of natural sounds and their distribution in national parks“ veröffentlicht in PNAS am 06.04.2021

Zum Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 25.03.2021