Konzept

1. Zielgruppen

  1. Kinder psychisch - vor allem psychotisch, also schizophren und manisch-depressiv sowie schwer depressiv -kranker Eltern aller Altersstufen
  2. Fachleute aus den Bereichen Jugendhilfe (ambulant und stationär), Psychiatrie (ambulant und stationär), Familien- und Vormundschaftsgericht, Kindergarten/Schule
  3. Menschen aus dem sozialen Umfeld der Kinder: kranke und gesunde Elternteile, Großeltern, sonst. Familienangehörige, Nachbarn
  4. Journalisten, Politiker, Krankenkassenvertreter und sonstige Meinungsbildner aus dem Gesundheitswesen
  5. Breite Öffentlichkeit

2. Zielsetzung

Durch ihre Angebote will die Initiative die Situation Kinder psychisch kranker Eltern im deutschsprachigen Raum verbessern.

Der Name der Initiative "Netz und Boden - Initiative für Kinder psychisch kranker Eltern" verdeutlicht das Ziel, betroffenen Kindern ein Netz und wenigstens einen Boden zu schaffen. Durch die Angebote der Initiative soll die Situation Kinder psychisch kranker Eltern in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum verbessert und mit dazu beigetragen werden, dass

  • betroffene Kinder entlastet werden und eine Lobby haben,
  • alle Zielgruppen über die Situation der Kinder und einen möglichen Umgang mit den Problemen informiert sind,
  • präventiv ansetzende Unterstützungsangebote als Regelangebote existieren, damit betroffene Kinder unterstützt werden können, bevor sie selbst erkranken,
  • existierende Angebote von betroffenen Kindern und deren Unterstützern gefunden werden.
  • alle Zielgruppen der Initiative miteinander und untereinander vernetzt sind.

Eine noch bestehende Lücke im Gesundheitssystem soll ein Stück weiter geschlossen werden, so dass die negativen Folgen der elterlichen Erkrankung auf die Kinder reduzieren und Folgekosten vermieden werden. "Netz und Boden - Initiatiative für Kinder psychisch kranker Eltern" leistet somit einen wichtigen sozialen und volkswirtschaftlichen Beitrag.

Schwerpunkte und konkrete Angebote

1. Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung, Sensibilisierung und Informierung potentieller Unterstützer betroffener Kinder für die Situation betroffener Kinder und deren Hilfsmöglichkeiten / zur Vertretung der Interessen betroffener Kinder:

  • Einrichtung und Pflege der Info-Website www.Netz-und-Boden.de zur Thematik
  • Recherche, Archivierung und Bekanntmachung von zielgruppenspezifischem Informationsmaterial auf Website
  • Verfassen und Anregen von Zeitungsartikeln zur Bekanntmachung der Thematik
  • Vermittlung von Interviewpartnern für Journalisten
  • Aktive Vorstellung der Sichtweise betroffener Kinder
  • Kontaktaufnahme zu wichtigen Multiplikatoren und wichtigen Entscheidern
  • Vermittlung von geeigneten Dozenten für Weiterbildungsveranstaltungen, wenn diese nicht selbst durchgeführt werden können
Katja Beeck auf dem X. Angehörigensymposium in München 2004

2. Materialerstellung zur Situation und Unterstützungsmöglichkeiten betroffener Kinder und deren Eltern: Erstellung und Vertrieb von Informationsmaterial zur Thematik für verschiedene Zielgruppen im Eigenverlag und Publikationen in anderen Verlagen

3. Weiterbildung von Fachleuten und anderen Unterstützer der Kinder sowie erwachsenen Kindern: Vorträge, Seminare und Workshops - bei entsprechenden Trägern oder Inhouse


4. Projektentwicklung präventiver Angebote für minderjährige und erwachsene Kinder: Konzeption, Initiierung und Umsetzung neuer Projekte sowie Recherche, Bekanntmachung, Weiterentwicklung und Un-terstÜtzung bestehender Ideen bzw. Projekte

5. Aufbau von Netzwerken innerhalb und zwischen den Zielgruppen der Initiative

  • Vermittlung gezielter Ansprech- und Kooperationspartner
  • Unterstützung bei der Suche nach Austauschpartnern über Post-it-Möglichkeit auf Website für alle Zielgruppen und für erwachsene Kinder zusätzlich über die virtuelle Selbsthilfegruppe
  • Organisation von Tagungen
  • Förderung des deutschlandweiten Austauschs unter den Zielgruppen, z. B. mittels Mailingliste
  • Initiierung, Organisation und Durchführung von deutschlandweiten Workshops


6. Beratung von Menschen aus den einzelnen Zielgruppen - persönlich, telefonisch oder per E-Mail im Rahmen einer zentralen und unbürokratischen Informationsmöglichkeit